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Kilimanjaro Marangu - Kilimanjaro-Touren

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Marangu Route - Die 5-Tage- und die 6-Tage-Tour
Marangu-Route

Tourbeschreibung I: Die 5-Tage-Tour
führt ohne Akklimatisierungstag von Marangu Gate bis Uhuru Peak und wieder zurück.
Tag 1: bis Mandara-Hut
Tag 2: bis Horombo-Hut
Tag 3: über die Upper Route via Zebra Rock bis Kibo Hut
Tag 4: Aufstieg bis Uhuru Peak via Gilman's Point und hinunter bis Horombo Hut
Tag 5: von Horombo hut bis Marangu Gate

(Hinweis: Die Zeitangaben am Eingang und den Hütten für die Etappen sind etwas optimistisch gehalten und sollten keineswegs als persönliche Richtschnur dienen. Dann sind Sie zu schnell unterwegs und riskieren, auf dem weiteren Weg abzubauen. Langsam gehen!!!)

Tag 1 - Marangu Gate bis Mandara Hut:
Kennenlernen der Bergführer, Assistenten, Köche/Köchinnen sowie der Träger/Trägerinnen an der jeweiligen Unterkunft (ggf. am Gate).
(Selbstverpfleger werden in der Regel nur vom Bergführer und seinen Assistenten begleitet, da sie ihr Gepäck selbst tragen und selbst kochen.)
Transfer (Pick-up/Bus) zum Eingangstor des Parks, Marangu Gate, und dort zur Anmeldung/Registratur. Jede/r Teilnehmer/in muss sich dort registrieren (und beim Verlassen des Parks wieder abmelden). Bei organisierten Touren werden die Parkgebühren über den Tourguide beglichen.
Die Registrierung wird im Übrigen auch an jeder Hütte vorgenommen.

Der Weg vom Eingangstor bis zur ersten Hütte ist nicht schwierig, manchmal etwas ruppig, in anderen Teilen auch fast schon bequem terrassiert. Grundsätzlich geht es geht gut voran, meist aufwärts, selten ein ebenes Stück.
Nach halbem Weg wird die Mittagsrast eingelegt, mit Lunchpaketen, belegten Broten, Obst, Plätzchen.
Nach etwa vier bis fünf Stunden relativ bequemen Marsches ist Mandara Hut erreicht. Und daran denken: Ein langsamer Aufstieg begünstigt den Akklimatisierungseffekt!
Der Weg führt anfangs durch recht dichten Wald, und ist über die meiste Zeit angenehm schattig. Mit etwas Glück ist auch die eine oder andere Affenfamilie in den Wipfeln über den Köpfen zu sehen.
Die erste Hütte ist Mandara Hut. Genau genommen sind die "Huts" auf der Marangu-Route immer eine Ansammlung kleinerer Hütten zur Übernachtung, mit der Gemeinschaftshütte, der eigentlichen "Hut" im Zentrum, in der Abendessen und Frühstück serviert werden.
Die Hütten sind einfach, aber für den Zweck ausreichend. Die sanitären Einrichtungen sind eher rustikal und können bei voller Belegung des Camps auch zum Engpassfaktor werden.
Die Gemeinschaftshütte ist gut organisiert, im Allgemeinen klappt das Durchschleusen der einzelnen Gruppen zu den Mahlzeiten recht gut.

Tag 2: Mandara-Hut bis Horombo-Hut
Der zweite Tag beginnt früh, um acht Uhr sind fast alle Gruppen schon wieder unterwegs.
Erst geht es noch durch den Regenwald, dann öffnet sich nach und nach die Moorland-Zone.
Es geht weiter stramm bergauf, auch wenn hin und wieder wird ein Taleinschnitt durchlaufen wird.
Die Vegetation wird jetzt lichter, Büsche, Heide und Grasland dominieren.
Die Anstrengung beim Gehen hält sich noch in Grenzen, obwohl die Horombo-Hütte schon auf etwa 3720 m liegt und sich die Höhe langsam bemerkbar macht.
Am Weg stehen Riesen-Lobelien und Senecien, die hier drei bis fünf Meter hoch werden können. Nach 6 bis 7 Stunden ist Horombo-Hut erreicht. Je höher es geht, umso mehr gilt die Regel: "Pole, pole! - Langsam gehen!", auch wenn Sie sich schnell zu laufen in der Lage fühlen.
Auch Horombo-Hut, mit vielleicht der interessantesten Lage der Hütten, ist eine Ansammlung von Hütten für Touristen und Träger mit einer Zentralhütte, in der alle verköstigt werden. Großer Andrang zur Essenszeit, ein wenig Gedrängel um die Tische, eiliges Hin und Her der Träger, da die Küche sich in einem anderen Gebäude befindet.
Über der Wolkendecke gelegen, bietet Horombo-Hut während des Sonnenuntergangs einen wunderbaren Ausblick: Das rote Sonnenlicht taucht die Wolken in ein faszinierendes Farbenspiel.

Tag 3: Horombo-Hut bis Kibo-Hut
Der Weg verzweigt gleich hinter Horombo in einen oberen und einen unteren Weg. Beide führen zu Kibo-Hut. Der untere Weg ist etwas kürzer, bleibt aber auf dem Hinweg den Sechs-Tage-Touren vorbehalten. Auf der Fünf-Tage-Tour geht es hinauf über den oberen Weg, der untere Weg wird dann beim Abstieg genutzt werden.
Die ersten Stunden des Weges sind recht anstrengend, weil phasenweise ziemlich steil. Der zweite Gipfel des Kilimanjaro, der 5149 m hohe Mawenzi, ist auf der oberen Route der ständige Begleiter zur Rechten.
Der Kibo dagegen - gerade so, als wolle er sich dadurch noch interessanter machen - bleibt auf dem ersten Teil der Wegstrecke oft verborgen.
Zebra Rock, an dem das letzte Quellwasser verfügbar ist, wird passiert und damit die 4000m-Grenze, und bald liegt eine weite ebene Fläche, der Sattel, vor Augen. Am Ende des Sattels erhebt sich majestätisch der Kibo.
Obwohl das Tagesziel, die Kibo-Hütte, vor Augen liegt, stehen noch mehrere Stunden Wanderung auf dem Programm.
Die Vegetation ist fast vollständig verschwunden, hier wird die "High Desert" durchquert.
Die dünnere Luft macht sich nun stärker bemerkbar, schnelles Gehen wird rasch durch Atemlosigkeit bestraft. Es wird spürbar kühler, der Wind wird heftiger, Nebelwolken können die Wandernden einhüllen.

Kibo-Hut
Die Ansammlung der Kibo-Hütten liegt auf etwa 4720 m Höhe, für viele der persönliche Höhenrekord.
Jetzt gilt es die Energiespeicher aufzufüllen (große Mengen von Kartoffeln oder Nudeln) und ausreichend zu trinken (Tee, Wasser, wichtig für die Nieren).
Am Abend geht es sehr früh zu Bett, auch wenn das Schlafen vielen nicht leicht fällt (wenigstens ausruhen, für die letzte große Anstrengung).
Achten Sie genau auf den eigenen Gesundheitszustand (und den der Mitwandernden): Erkältet, mit röchelnder Lunge, sollte sich niemand weiter hoch schleppen. Hören Sie auf die Stimme der Vernunft!
Höhenkrankheit drückt sich in vielen Formen aus, angefangen mit leichtem Kopfweh, das sich zu starken Schmerzen steigert, über Erbrechen und Durchfall, Schwächeanfällen, Orientierungslosigkeit. Das sind Signale für den sofortigen Abstieg. In der Regel geben sich die Symptome rasch wieder, wenn man tiefer gelegene Abschnitte erreicht. Dennoch ist es hilfreich, kundige Führer dabei zu haben, die rasch erkennen, ob ein Mitglied der Gruppe Hilfe braucht.
Es ist gewiss eine schwere Entscheidung, aber niemand will im schwarzen body-bag den Berg heruntergetragen werden.
Grundsätzlich gilt wohl: Wer den gesamten Aufstieg in langsamem Tempo und damit auch großer Geduld vollzogen hat, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit recht gut an die Höhe angepasst. Und auf keinen Fall sollten Sie sich andere zum Vorbild nehmen, die vermeintlich locker und vollmundig den Berg hinaufeilen.
Genauso wenig sollten andere, die aufhören wollen, unter Druck gesetzt, angestachelt - oder noch schlimmer: verhöhnt - werden. Das ist unverantwortlich.
Auf Kibo Hut entscheidet jede und jeder für sich selbst, und Vorrang sollte immer und ausschließlich die eigene Gesundheit haben.

Tag 4: Von Kibo-Hut bis Uhuru Peak und zurück
Meist klingelt gegen 23 Uhr der Wecker, etwas Tee und Gebäck, nichts, was die Verdauung belastet, die Grundlage sollte am Vorabend gelegt worden sein. Dennoch: Trinken Sie ab jetzt regelmäßig ein paar Schlucke. Der (zutreffende) Rat eines Guides: "Auch wenn Sie noch kein Durstgefühl haben, trinken Sie, versorgen Sie Ihre Nieren immer mit Flüssigkeit."
Alles, was Sie in den nächsten Stunden brauchen werden, verstauen Sie griffbereit im Daypack, das Trinkwasser halten Sie nahe beim Körper, damit es nicht einfriert (in der Nacht ist es sehr kalt!).
Um Mitternacht gehen die Gruppen los, die eine kurz vorher, die andere etwas später, eine schweigende Prozession von Lichtbündeln der Kopflampen weit über dem eigenen Blick, oder tief darunter.
Teils geht der Weg gerade hinauf, teils in langen und engen Serpentinen, im Dunkeln kaum zu erahnen.
Nach der Hans-Meyer-Höhle beginnt ein Wegabschnitt, der durch "scree" (kleineres Geröll, Kies, Steinchen) geprägt ist und zunehmend lockerer wird. Zwei Schritte vor, einer zurück. Es ist der unangenehmste Abschnitt auf dem Weg nach oben.
Dann noch ein Felsenfeld, ein wenig Kraxelei (kein technisches Klettern) und nach einer weiteren Stunde ist es geschafft. Dann stehen Sie - nach gut sieben Stunden anstrengenden Aufstiegs von der Kibo-Hütte - an Gilman's Point und dürfen sich freuen, Sie habend den Kraterrand erreicht und dürfen sich erfolgreiche(r) Kilimanjaro-Besteiger/in nennen.
Was jetzt noch folgt, ist die Kür. Wer von hier aus wieder den Abstieg beginnt, und das machen viele, braucht sich nicht zu schämen. Er oder sie hat eine großartige Leistung vollbracht.
Gilman's Point ist auch Fotopunkt, hier sollte auf jeden Fall ein Gruppenbild gemacht werden, denn möglicherweise trennt sich die Gruppe hier.
Der Rest des Weges entlang des Kraterrandes ist nicht wirklich schwer, aber die Höhe ist nun nicht mehr zu leugnen. Die Schritte fallen schwer. Nur fünfzig Prozent des Sauerstoffs, den man sonst gewohnt ist. Das schlaucht schon gewaltig. Dennoch, wer durchhält steht nach ungefähr 1 1/2 bis 2 Stunden am Uhuru Peak, mit 5895 m über dem Meeresspiegel der höchste Punkt Afrikas.
Hier dürfen Sie sich umarmen, Freudenschreie ausstoßen, Gipfeltränen fließen lassen, den Moment des Gipfeltriumpfs genießen.

Der baldige Abstieg führt wieder zurück zu Gillman's Point, und von den Steilhang hinab, auf dem von den Serpentinen der Nacht kaum noch was zu erkennen ist. Folgen Sie am besten dem Guide.
Kibo Hut ist meist tief unten zu sehen, verlaufen ist (fast) nicht möglich. Nach eineinhalb bis drei Stunden "Laufzeit", je nach persönlicher Kondition und Wegführung durch den Guide, ist Kibo Hut wieder erreicht.
In der Hütte wird ein warmes Essen serviert, etwas ausgeruht, dann geht es weiter noch am selben Tag bis Horombo Hut, die etwa zwischen 16:30 und 17:30 Uhr erreicht wird. Sie haben nun rund 17 Stunden Wanderung, knapp 1200 Höhenmeter Aufstieg bis zum Uhuru Peak und anschließend gut 2100 Höhenmeter Abstieg hinter sich gebracht. Wenn das keine Leistung ist.

Tag 5: Horombo Hut bis Mandara Gate
Der letzte Tag führt von Horombo bis zum Gate, mit einer (Mittags-)Pause an Mandara Hut, der gleiche Weg, nun  hinab, eine andere Perspektive, eine andere Wahrnehmung. Müde, erschöpft, erleichtert, hoch erfreut. In der individuellen Geschwindigkeit, einige gehen recht langsam, genießen den Weg acht Stunden, andere eilen dem Gate in kaum mehr als fünf Stunden entgegen.
Am Gate wird ausgecheckt, der Transfer zur Unterkunft folgt.
Die Guides und Träger machen sich fein für die Abschiedsfeier. Machen Sie sich selbst auch ein wenig frisch, bevor dann zusammen das erlebte gefeiert und sich gemeinsam über den Erfolg gefreut wird.

(Alle Angaben ohne Gewähr.)


Marangu-Route

Tourbeschreibung II: Die 6-Tage-Tour
führt mit einem Akklimatisierungstag auf Höhe Horombo von Marangu Gate bis Uhuru Peak und wieder zurück.
Tag 1: bis Mandara-Hut
Tag 2: bis Horombo-Hut
Tag 3: Akklimatisierungstag mit Anstieg bis Zebra Rock / Saddle
Tag 4: über die Lower Route bis Kibo Hut
Tag 5: Aufstieg bis Uhuru Peak via Gilman's Point und hinunter bis Horombo Hut
Tag 6: von Horombo hut bis Marangu Gate
Die 6-Tage-Tour auf der Marangu-Route unterscheidet sich nur durch den Akklimatisierungstag und die andere Routenführung von Horombo nach Kibo von der 5-Tage-Variante.
Der Akklimatisierungstag ist kein Ruhetag, sondern wesentlich durch den Anstieg mindestens bis Zebra Rock gekennzeichnet. Manche Guides gehen bis zum Beginn des Sattels hoch.
Dort öffnet sich - zumindest bei gutem Wetter - ein wunderbarer Panoramablick auf den Sattel mit dem dahinter liegenden Kibo. Deutlich zu sehen ist die Aufstiegsrinne, durch die in der übernächsten Nacht der Aufstieg erfolgt. Wenn Sie sich umdrehen, genießen Sie einen nicht minder großartigen Ausblick auf den Mawenzi.

Der Weg bis Kibo Hut führt bei der 6-Tage-Variante über die Lower Route, die geringfügig kürzer (ca. 9,6 km) ist als die Upper Route (ca. 10,1 km). Der erste Anstieg geht über felsige Wegstücke, die hinauf weniger Probleme bereiten, als auf dem Weg hinab.
Nach diesem ca. ersten Drittel des Weges wird es zunehmend ebener, der bequem breite Weg verläuft mit mäßigem Anstieg. Allein der manchmal sehr heftige Wind stört den eher positiven Gesamteindruck.
Kibo Hut ist nach etwa 6-7 Stunden erreicht, wobei auch hier gilt: langsam gehen, lassen Sie sich durch die gute Wegpassagen nicht zu schnellerem Gehen verleiten.
Der Rest des Tourenverlaufs entspricht wieder der 5-Tage-Variante.
Empfehlung: Wählen Sie die 6-Tage-Tour, der Akklimatisierungstag ist gut für die Höhenanpassung.

Und nun:
Viel Erfolg bei Ihrem Kilimanjaro-Abenteuer!

(Alle Angaben ohne Gewähr.)




Und nun:
Viel Erfolg bei Ihrem Kilimanjaro-Abenteuer!

(Alle Angaben ohne Gewähr.)

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